Zwangsmigration: Der Krieg des Zionismus gegen Europa (5/11)

von Gearóid Ó Colmáin, 27. Jänner 2016

Disclaimer: Die in dieser Artikelserie vorgebrachte Sicht auf die Welt und die damit in Zusammenhang stehenden Meinungen spiegeln nicht notwendigerweise die Meinung und Weltsicht des ÖDV-Exodus wider.

Die Balkanisierung Europas: Neo-Prometheismus und Neo-Osmanismus

Der Prometheismus war ein politisches Projekt, das vom polnischen Diktator Josef Pilsudski Anfang des 20. Jahrhunderts initiiert wurde. Das Projekt zielte darauf ab, seperatistische und nationalistische Bewegungen in den nichtrussischen Völkern des Russischen Reichs zu fördern. Die Auflösung der Russischen Föderation ist ein zentrales strategisches Ziel der NATO. In diesem Sinne könnte die Umfassung und Destabilisierung Russlands als Neo-Prometheismus bezeichnet werden.

Bei einem Vortrag für den Chicago Council of Global Affairs am 4. Februar 2015 mit dem Titel „Europe: Destined for Conflict?“ argumentierte George Friedman von Stratfor, dass die US-Geopolitik in Europa auf dem Ziel basiere, Russland von der Europäischen Halbinsel durch einen von den USA besetzten Korridor oder „Intermarium“ (ein Begriff, der von Pilsudski geprägt wurde) von der Ostsee bis zum Schwarzem Meer abzugrenzen.

Es ist von US-Militärstrategen vor über einem Jahrhundert verstanden worden, dass es im geopolitischen Interesse Deutschlands liegt, sich mit Russland in Form einer Eurasischen Union zu integrieren, während es im geopolitischen Interesse der USA liegt, diese Vereinigung zu stoppen. Das Ziel der US/israelischen Außenpolitik ist, das Herzland (Landesinnere) von Mitteleuropa zu kontrollieren. Um es mit den Worten von Halford Mackinder, dem Vater der geopolitischen Wissenschaft, zu sagen:

„Wer Osteuropa beherrscht, befehligt das Herzland; wer das Herzland beherrscht, befehligt die Welt-Insel; wer die Welt-Insel beherrscht, befehligt die Welt.“

Friedman hat gesagt, dass die „Deutsche Frage“ das zentrale Thema unserer Zeit ist. Das ist zweifellos der Grund, warum der ungarische Ministerpräsident Victor Orban die Flüchtlings/Migrationskrise als „Problem Deutschlands“ bezeichnet. Orban versteht, dass die Zerstörung der Ukraine durch die NATO sich wahrscheinlich nach Mitteleuropa ausbreiten wird, und dass die geopolitische Integration Deutschlands weg von den atlantischen Mächten und hin zu einer Eurasischen Union von einer konstruierten demographischen und sozialen Destabilisierung begleitet wird.

In Friedmans eigenen Worten:

„Es liegt nicht im amerikanischen Interesse zu sehen, wie der deutsche — lasst uns „der europäische“ sagen — der europäische Industrialismus und Technologie mit den natürlichen Ressourcen Russlands vereint zu sehen. Dies ist etwas, was US-Großstrategen nicht wirklich sehen wollen.

Hier bezieht sich Friedman eindeutig auf Nordstream, eine Gaspipeline, die Russland mit Lubin in Deutschland verbindet, 2011 eingeweiht wurde und derzeit expandiert. Die Gaspipeline ist die längste der Welt und hat das Potential, ganz Europa zu versorgen. Die Vereinigten Staaten sind diesem Projekt abgeneigt.

Friedman befürwortet eine ähnliche US-Außenpolitik wie jene, die während des Irak-Iran-Krieges in den 1980er Jahren praktiziert wurde als die USA, die beide Länder stark aufgerüstet hatte, Saddam Hussein befohlen hat, in die islamische Republik Iran einzumarschieren. Beabsichtigt die USA, eine militärische Konfrontation zwischen Europa und Russland zu schüren?

Während Polen, das bereits mit ukrainischen Flüchtlingen überlastet ist, nun zögert mehr aufzunehmen, erfüllt der osteuropäische Staat die Forderungen der EU nach mehr Einwanderung. Friedman hat vorhergesagt, dass Polen, unter US-Schirmherrschaft, in diesem Jahrhundert zu einer großen europäischen regionalen Macht werden wird. Ein starker polnischer Satellitenstaat, der Russland feindlich gesinnt ist, ist für die Sicherstellung der NATO-Sabotage der Eurasischen Integration von entscheidender Bedeutung. Daher könnte die US-Militarisierung und der US-Technologietransfer Polen zu einer europäischen Großmacht machen, die Russland in Schranken hält, indem es die Vereinigung mit Deutschland verhindert. Wenn die aktuelle Junta in Kiew überleben will, muss sie sich zunehmend auf Polen verlassen. Polen spielte beim ukrainischen Putsch von 2014 eine Schlüsselrolle.

Das gleiche Vertrauen auf Polen wird für die baltischen Staaten gelten. Um die Russenphobie zu befördern wird die USA dem polnischen Chauvinismus mit Hinweisen auf die Renaissance des polnischen litauischen Reichs des 16. und 17. Jahrhunderts schmeicheln. Im September 2014 wurde schließlich eine gemeinsame polnische, litauische und ukrainische Militärbrigade eingesetzt.

In der Zwischenzeit werden die USA/Israel damit weitermachen, die Türkei als Bollwerk gegen russische Ambitionen im östlichen Mittelmeerraum zu nutzen. Doch mit einem der mächtigsten Militärs von Europa ist auch die Türkei eine aufsteigende Macht. Während man sich bei der Zerstörung von Syrien auf die Türkei verlässt, versuchen die USA und Israel auch, die Kontrolle über die kurdischen YPG-Einheiten in Syrien zu erlangen.

Der geopolitische Analyst von Sputnik, Andrew Korybko, schreibt:

„Die Position der USA könnte in diesem Konflikt nicht machiavellischer sein. Sie unterstützen die Türken, während sie die PKK bekämpfen, doch sie helfen auch der kurdischen YPG-Miliz in Syrien und der kurdischen Regionalregierung im Irak, in vollem Wissen darüber, dass die Ausbildung und die Waffen, die sie liefern, wahrscheinlich an ihre verbündeten PKK-Partner im Kampf gegen die Türkei geht. Dieser Zirkelschluss ist nicht zufällig, da alles Teil eines größeren Planes der USA ist. Einerseits möchte man sehen, wie weit die Türkei in Syrien einmarschieren kann, und wenn/ob sie auf eine Mauer trifft (sei es die syrische Armee und/oder die Kurden), könnte die USA ihre Unterstützung für Ankara umkehren (daher das halbkritische Gespräch über eine „verhältnismäßige Reaktion“ beim Angriff auf die PKK) und versuchen, alle kurdischen Gruppen gegen die Türkei zu lenken, um mit der formalen Zerstückelung des Nahen Ostens zu beginnen und das „geopolitische Israel“ von Kurdistan zur Welt zu bringen.

Während Präsident Barzani von irakisch Kurdistan ein loyaler Diener der Vereinigten Staaten und Israel war, können die jüngsten Angriffe von Israels Secret Intelligence Service, ISIS, gegen Erbil diesen Führer dazu zwingen, engere Beziehungen mit Russland zu suchen. Israel versucht nun, kurdische Kämpfer im Bündnis mit der syrischen Armee in den Islamischen Staat zu ziehen.

Die jüngsten „Volksaufstände“ von kurdischen Separatisten in Mahabad, Iran, sind höchstwahrscheinlich das Handwerk der amerikanischen/israelischen Regime-Changer und es könnte ernste Folgen für die Sicherheit des Irans, der Türkei und Syrien haben.

Die langfristigen Ziele der USA/Israel bestehen darin, einen kurdischen Marionettenstaat von Großisrael zu errichten, der sein Öl von Mosul nach Haifa pumpt.

Erdogan spielt Israel in die Hände, indem er Krieg gegen Syrien führt und sabotiert unabsichtlich auch die Wiedererscheinung seines Landes als Weltmacht, da die Türkei riskiert, große Territorien an einen zionistischen Kurdistan-Staat zu verlieren.

Währenddessen haben die Vereinigten Staaten seit langem den türkischen Pan-Turanismus ermutigt, in Zentralasien und Westchina Fuß zu fassen. Es wird gehofft, dass die Türkei dazu benutzt werden kann, den russischen und chinesischen Einfluss in den türkisch sprechenden Nationen in Zentralasien Paroli bieten kann. Die Türkei kann auch dazu benutzt werden, um den Nordkaukasus zu destabilisieren, indem man islamistischen Terrorismus anheizt, während ein Iran, der unter US-Kontrolle gebracht wurde, den türkischen Ambitionen in Zentralasien Paroli bieten kann. Ähnlich kann Indien, das noch immer ein Satellitenstaat der USA/Israel ist, dazu benutzt werden, um den Iran in Schach zu halten, sofern die BRICS-Integration sabotiert wird. Dies könnte allerdings schwierig werden umzusetzen, angesichts der jüngsten Anstrengungen beider Länder, sich bei Öl-Transaktionen vom Dollar loszusagen.

Die USA sind sich auch der geopolitischen Beziehungen der Türkei zu Japan bewusst. Beide Länder sind Seemächte, die von den Vereinigten Staaten dazu benutzt werden, um die russische und chinesische Hegemonie in Schach zu halten. Der Schlüssel zum US-Imperialismus ist es, diese Mächte davon abzuhalten, sich aus der amerikanischen Schirmherrschaft zu befreien, indem sie dazu benutzt werden, Russland und China zu schaden, während man gleichzeitig die US-Kontrolle über diesen Prozess bewahrt.

Der Verlust der Türkei von Kurdistan könnte es dazu zwingen, im türkischsprachigem Zentralasien weiter Einfluss zu suchen, während eine türkische Hegemonie über das Schwarze und das Kaspische Meer es in Konflikt mit der USA bringen würde, die „die Ozeane beherrschen“.

Während der Pan-Turanismus derzeit von den USA gefördert wird, könnte er in Zukunft eine strategische Bedrohung darstellen, wenn die Türkei zu einer großen Seemacht werden sollte. Die Ermutigung aus Washington zum türkischen Aufstieg zu einer Seemacht wird nicht ohne Komplikationen bleiben.

Die geopolitische Theorie der Zwischenregion des griechischen Turkologen Dmitry Kitsikis, die besagt, dass Nordafrika, der Nahe Osten und Teile von Osteuropa eine Zivilisationszone bilden, die in der Weltkultur und -geschichte einzigartig ist, hatte großen Einfluss auf das aktuelle türkische und griechische geopolitische Denken. Kitsikis‘ Auffassung eines hellenistisch-türkischen Bundes in einem neuen Osmanischen Reich könnte schließlich den Interessen der USA zuwiderlaufen.

Die USA beabsichtigen, Polen als terrestrische Machtbasis in Osteuropa zu nutzen, um russische Expansion zu verhindern. Wenn sowohl Polen als auch die Türkei dazu benutzt werden kann, um Russland zu zerstören, dann werden die außenpolitischen Interessen der USA dazu führen, Polen und die Türkei dazu zu bringen, sich gegenseitig in einem zukünftigen Krieg zu zerstören, wo die USA beide Seiten unterstützen würde. Aus diesem Grund hat Friedman vorausgesagt, dass Polen und die Türkei in diesem Jahrhundert gegeneinander Krieg führen werden, da die osteuropäische Demographie und Geographie anfängt, dem Landschaftsbild des 17. Jahrhunderts zu ähneln. Im Gegensatz zu Deutschland und anderen europäischen Nationen funktionieren die Grenzen Polens normal. Es gab keine illegale Masseneinwanderung nach Polen.

Derzeit wird sich der Krieg der NATO in der Ukraine wahrscheinlich in den Süden in Richtung Türkei ausdehnen, wobei Moldawien, Transnistrien, Mazedonien und der Balkan mit ethnischer Gewalt überschüttet wird. Die Destabilisierung Mazedoniens hat bereits begonnen und obwohl eine US-geförderte Farbrevolution letztes Jahr niedergeschlagen wurde, wurden die NATO-Pläne für ein „Groß-Albanien“ noch nicht aufgegeben. Islamistische Terroristen, die von der CIA in Afghanistan ausgebildet wurden, spielten bei der Zerstörung Jugoslawiens eine zentrale Rolle in den 1990er Jahren und lieferten den Vorwand für die „humanitäre“ NATO-Bombardierung von Serbien im Jahr 1999.

Die Destablisierung Aserbaidschans steht ebenfalls auf der Liste der NATO. Das wichtige ölreiche Land hat sich näher an Russland bewegt und steht vor Konflikten mit Armenien, das sich der USA annähert, die auch die Unabhängigkeit von Karabakh und Farbenrevolutionsaktivitäten in Aserbaidschan unterstützen. Die Destabilisierung von Aserbaidschan hätte enorme Konsequenzen für die Sicherheit Russlands und des Iran. Der Nordiran verfügt über eine ethnische Minderheit von 22 Millionen Aserbaidschaner. Eine Farbrevolution in Aserbaidschan könnte Ultranationalisten an die Macht bringen, die eine Annexion von „Südaserbaidschan“ befürworten. In der Zwischenzeit laufen die Spannungen im Iran zwischen Kurden und Aserbaidschanern hoch wegen der Versuche der iranischen Regierung, eine neue Provinz Kurdistan zu erschaffen, die einen Teil von Irans westlichen Aserbaidschan-Provinz beinhalten würde.

Angesichts des unaufhörlichen Medienkrieges, der derzeit gegen Aserbaidschan geführt wird, ist ein Revolutionsversuch der NATO gegen dieses Land nicht unwahrscheinlich.

Dies würde bedeuten, dass die gesamte Region von der Ostsee bis zum Schwarzen Meer und vom östlichen Mittelmeer bis zum Kaspischen Meer mit Vernichtungskriegen überschüttet wird. Darüber hinaus wird ein ständiger Zustrom von Migranten in Richtung Westeuropa aus diesen Kriegszonen von einer zionistischen Zwangsmigration gesteuert, mit dem Ziel die ethnischen und interreligiösen Spannungen in Europa zu maximieren und damit die Ideologien des „Kriegs gegen den Terror“ und des „Kampfs der Kulturen“ zu verstärken. Auch hier ist der Schlüssel zur vierten Generation der Kriegskunst, die Konsequenzen des Imperialismus für den weiteren Imperialismus zu nutzen. Doch man sollte nicht die Tatsache übersehen, dass die Kriegskunst der Vierten Generation von den chinesischen Kommunisten erfunden wurde, die japanische Faschisten während des Zweiten Weltkrieges bekämpften. Wenn wir als Völker, Nationen, Kulturen, Ethnien, Rassen, kurz gesagt, als Menschen eine Zukunft haben sollen, müssen wir die Konzepte und das Vokabular der menschlichen Emanzipation zurückgewinnen, die herzlos von den Tyrannen an sich gerissen wurden um uns zu versklaven.


Inhaltsverzeichnis

Teil 1:  Ist Victor Orban der „Chávez Europa’s“?
Teil 2:  Die Militarisierung des Flüchtlings
Teil 3:  Barnetts Fünf Ströme der Globalisierung
Teil 4:  Rothschilds „Schlachtschiffe“
Teil 5:  Die Balkanisierung Europas: Neo-Prometheismus und Neo-Osmanismus
Teil 6:  Die „Deutsche Frage“
Teil 7:  Wie die Gedankenpolizei der Pseudo-Linken über Rasse denkt
Teil 8:  Die Multikulti-Politik
Teil 9:  Ist Russland imperialistisch?
Teil 10: Präsident Wladimir Putin: Ein Mysterium
Teil 11: Zionismus: Imperialismus im Zeitalter der Konterrevolution

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