Wie die Elite die Welt beherrscht – Teil 4: Sie kaufen Politiker und Amtsinhaber gewinnen fast immer

von Michael Snyder, am 26. Oktober 2017

Wenn wir einmal aufgewacht sind und verstanden haben, wie das Spiel läuft, dann haben wir eine echte Chance, die Dinge zu ändern. Seit Jahrzehnten zieht die Elite hinter den Kulissen der beiden großen Parteien die Fäden. Deshalb schien sich auch nie etwas zu verändern, egal welche Partei an der Macht war. Die Agenda der Elite schien immer voranzuschreiten, und gewöhnliche Menschen wie wir selbst waren schon immer frustriert darüber, dass wir daran nichts ändern können. Doch jetzt scheint sich eine Veränderung abzuzeichnen. Donald Trump hat sich mit dem Establishment beider großer Parteien angelegt und wie durch ein Wunder hat er die Präsidentschaft gewonnen. In Alabama hat die Elite mehr als 30 Millionen Dollar ausgegeben, um Roy Moore zu besiegen, und er hat noch immer Luther Strange besiegt. Ein politisches Erwachen findet statt, und ich kann es kaum erwarten zu sehen, was bei den Mid-term-Elections 2018 geschieht.

In Teil 1 und Teil 2 dieser Serie habe ich darüber gesprochen, wie die Elite Schulden als Werkzeug der Versklavung benutzt. In Teil 3 bin ich darauf eingegangen, wie die Elite die kolossalen Medienkonzerne, die sie besitzen, dazu benutzt um zu kontrollieren, was wir denken. Heute möchte ich über ihren Einfluss auf die Politik sprechen.

In Washington D.C. ist es allgemein bekannt, dass es beim Spiel der Politik eigentlich nur um Geld geht. Falls ich die Wahlen gewinne, und Online-Umfragen deuten darauf hin, dass es für meine Kampagne viel Begeisterung gibt, wird von mir erwartet, dass ich die meiste meiner Zeit am Telefon verbringe und versuche Geld aufzutreiben. Als Freshman-Mitglied im Kongress wird mir bei der Orientierung erklärt, dass ich ungefähr 4 Stunden pro Tag mit Geldauftreiben verbringe, und das ist auch der Grund dafür, warum der Senat oder der Kongress die meiste Zeit so leer sind.

Das Gesetz verbietet es, dass Mitglieder des Kongress Anrufe zur Geldbeschaffung aus ihrem Büro tätigen, also haben beide Parteien riesige Call Center gleich gegenüber vom Kapitol. Besonders um die Zeit des Mittag- und Abendessens herum (weil das die besten Zeiten sind, um jemanden zu erreichen) sind diese Call Center rammelvoll, während Mitglieder des Hauses und des Senats ihre Listen mit potentiellen Spendern durchtelefonieren.

Und es geht nicht nur darum, Geld für den eigenen Wahlkampf zu sammeln. Als Freshman-Mitglied des Kongress würde von mir erwartet werden, mindestens $200.000 Dollar für das NRCC (der republikanische Bundeskongressausschuss) aufzutreiben. Wenn ich meinen Beitrag nicht bezahle, bekomme ich großen Ärger mit der Parteiführung.

Aber wisst ihr was? Ich habe bereits zugesichert, dass ich mich an diesem korrupten System nicht beteiligen werde. Wenn ich in den Kongress entsandt werde, dann werde ich meine Zeit damit verbringen den Job zu erledigen, für den mich die Leute in Idaho dorthingeschickt haben, um ihn zu erledigen.

Werden also Paul Ryan und die anderen aus der Führungsebene stinksauer auf mich sein, weil ich meinen „Beitrag nicht bezahlt habe“?

Selbstverständlich.

Aber es ist für manche von uns an der Zeit, Stellung zu beziehen und das Richtige zu tun. Der Kongress ist zu einer Jauchgrube des Schmutzes und der Korruption geworden, und es ist Zeit, die Toilette zu spülen.

Denn wenn wir dieses korrupte System nicht bekämpfen, wird der Einfluss des Geldes in der Politik nur noch immer schlimmer. Heute investiert die Elite Millionen von Dollar in noch so kleine Wahlkämpfe und im Jahr 2016 brauchte es durchschnittlich mindestens 10 Millionen Dollar, um einen Sitz im US-Senat zu gewinnen

Während das Weiße Haus möglichweise nicht an denjenigen gegangen ist, der am meisten ausgegeben hat, ist das bei einer schrecklich großen Menge an Sitzen des Hauses und des Senats passiert — wie üblich. Und es war teurer denn je, sie zu gewinnen.

In diesem Wahlkampf hat der durchschnittliche Gewinner eines Platzes im Senat bis zum 19. Oktober (nach aktuellen Berichten der Bundeswahlkommission) $ 10,4 Mio Dollar ausgegeben. Das ist ein Anstieg von $1,8 Mio über den gleichen Zeitraum im Wahlkampf des Jahres 2014. Mit Ende der letzten Legislaturperiode stieg diese Zahl auf $10,6 Mio und ein ähnlicher Anstieg wird dieses Mal erwartet, sobald die Berichte nach den Wahlen zum Jahresende vorliegen.

Sobald man gewonnen hat hört der Druck, Geld für den nächsten Wahlkampf zu sammeln, niemals auf.

Die Elite weiß das und sie benutzt diesen Druck, um Abstimmungen zu beeinflussen. Vor einer großen Abstimmung machen es Lobbyisten unmissverständlich klar, wie bestimmte Mitglieder des Kongress abstimmen sollen, und wenn sie „richtig“ abstimmen, werden sie dafür belohnt.

Gleich gegenüber vom U.S. Kapitol gibt es Clubs, wo regelmäßig ausgefallene Empfänge stattfinden. Wenn man bei einem bestimmten Gesetzesentwurf „richtig“ abstimmt, könnte man auf einen dieser Empfänge eingeladen werden, wo auf einen fette Spendenschecks warten.

Natürlich haben die meisten Mitglieder des Kongresses gelernt, wie der Hase läuft, und deshalb ist es so gut wie unmöglich, Amtsinhaber zu besiegen. In den vergangenen 60 Jahren lag die Wiederwahlquote der Abgeordnetenkammer stets bei deutlich über 80 Prozent, und laut dem UVA Center for Politics haben die etablierten Politiker im Jahr 2016 deutlich besser abgeschnitten…

In diesem Wahlzyklus versuchten 393 von 435 Abgeordnete des Repräsentantenhauses, 29 von 34 Senatoren und 5 von 12 Gouverneuren wiedergewählt zu werden (einige der Gouverneure durften um keine weitere Amtszeit ansuchen). Von diesen wurden 380 von 393 Abgeordneten (97%), 27 von 29 Senatoren (93%) und 4 von 5 Gouverneuren (80%) für eine weitere Amtszeit bestätigt. Diese Kongressmitglieder und Gouverneure haben nicht nur ihre nochmalige Nominierung, sondern auch im November gewonnen.

Für die Zeit seit dem Zweiten Weltkrieg liegt die Wiederwahlrate für Senat-Amtsinhaber bei 84% und die Gesamterfolgsrate für Bewerber für das Repräsentantenhaus war 94 Prozent.

Amtsinhaber sind fast immer mit riesigen Kriegskassen ausgestattet und die meisten von ihnen haben eine enorme Bekanntheit erreicht, und so ist es nicht einfach, sie zu stürzen.

Glücklicherweise gibt es keinen Amtsinhaber bei jenem Amt, um das ich mich bewerbe, weil Paul Labrador für den Gouverneur kanditiert. Das Rennen ist also komplett offen und mein Wahlkampf hat im Augenblick das größte Momentum. Wenn ihr mir dabei helfen wollt, die Kloaken in Washington durchzuspülen, ermutige ich euch, MichaelSnyderForCongress.com zu besuchen.

Wenn wir uns nicht wehren, werden wir den Würgegriff niemals durchbrechen, in dem die Elite unser politisches System hat.

Jede Generation von Amerikanern muss aufstehen und für die Freiheit kämpfen, und jetzt sind wir an der Reihe. Dieser bestimmte Kampf wird nicht mit Waffen und Kugeln ausgetragen, sondern mit Ideen, Werten und Prinzipien.

Wir sind Teil einer Bewegung, die das Volk mitreisst. Gute Männer und Frauen stehen auf und nehmen an lokalen und bundesweiten Wahlen teil und es ist absolut zwingend, dass wir alle hinter ihnen stehen und sie unterstützen.

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