Katastrophe in Rot: Der 100. Jahrestag der sozialistischen Revolution in Russland

von Richard Ebeling (The Future of Freedom Foundation), am 7. November 2017

Der 7. November 2017 markierte den 100. Jahrestag der Russischen (oder bolschewistischen) Revolution, die an diesem Tag im November 1917 stattfand, die zur kommunistischen „Diktatur des Proletariats“ führte und eine Epoche der totalitären Tyrannei und des Massenmords einleitete, sowohl in Russland als auch in jedem anderen Land, in dem der Sozialismus praktiziert wurde.

Historiker schätzen, dass im Namen des Aufbaus der kollektivistischen Utopie bis zu 150 Millionen Menschen, wenn nicht mehr — unschuldige Männer, Frauen und Kinder — getötet wurden.

Sie wurden erschossen, gefoltert und man ließ sie in Gefängniszellen, Verhörzimmern, in Arbeitslagern oder einfach nur dort, wo sie lebten, zu Tode arbeiten oder verhungern.

Der „Sozialismus in der Praxis“ schuf eine Schreckenskammer, in der das Individuum auf ein bloßes entbehrliches „Zahnrad im Getriebe“ reduziert wurde, um dem Gemeinwohl zu dienen, oder zu „Feinden des Volkes“ gemacht wurde, um als Auftakt zum Aufbau einer „hellen, schönen kommunistischen Zukunft“ eliminiert zu werden. Continue reading

Erinnerungen an das blutige Jahrhundert des Kommunismus

von Stephen Kotkin (Wall Street Journal), am 3. November 2017

In den 100 Jahren seit Lenins Putsch in Russland hat die Ideologie der Abschaffung der Märkte und des Privateigentums eine lange, mörderische Spur der Zerstörung hinterlassen

Diese Woche vor einem Jahrhundert übernahm der Kommunismus das russische Reich, den damals größten Staat der Welt. Linke Bewegungen verschiedener Art waren in der europäischen Politik lange vor der Revolution vom 25. Oktober 1917 (was im reformierten russischen Kalender zum 7. November wurde) weit verbreitet gewesen, aber Vladimir Lenin und seine Bolschewiki waren anders. Sie vertraten nicht nur fanatische Überzeugungen, sondern waren auch flexibel in ihrer Taktik — und hatten Glück mit ihren Gegnern. Continue reading

Die verschollene Geschichte der Antifa

von Loren Balhorn, am 8. Mai 2017

72 Jahre nach dem Triumph über den Nationalsozialismus blicken wir zurück ins Nachkriegsdeutschland, als die Sozialisten die Antifa ins Leben gerufen haben

Die Ursprünge des Wortes „Antifa“ — eine Abkürzung für dezentralisierten, militanten Straßenaktivismus, der mit seiner eigenen Ästhetik und Subkultur verbunden ist — könnte den meisten Lesern unklar sein. Sogar in Deutschland wissen nur wenige etwas über die populären Formen des antifaschistischen Widerstands, die den Begriff geprägt haben.

Das kurze aber inspirierende politische Erbe der Bewegung erwies sich als zu unkomfortabel für die beiden deutschen Staaten in der Ära des Kalten Krieges, und wurde in der Schule und der Mainstream-Geschichte ignoriert. Heute ist das Vermächtnis der Linken fast vollständig verloren gegangen. Continue reading

Robert F. Beaudine: Kulturmarxismus – Der Untergang der Sprache

Von Robert F. Beaudine –  Oktober 2011


Im Lauf der Geschichte wurden Ideen für Gutes und für Schlechtes eingesetzt. Sie haben auch zum größten Übel geführt – Krieg. Dies wird in der Sprache einer Nation reflektiert.

Ende 1932 lag Deutschland im Umbruch. Die Arbeitslosenrate stieg auf 43%. Als die Nazis an die Macht kamen, entstanden neue Ideen; neue Wörter wurden eingeführt; alte Wörter wurden verworfen und andere geändert. „Juden verboten“ wurde zu einer populären Phrase, da die Juden für all die Übel verantwortlich gemacht wurden. Ihnen wurden grundlegende Bürgerrechte verweigert und die meisten Aktivitäten waren ihnen verboten.

Im Jahr 1933, als Hitler mit dem „Ermächtigungsgesetz“ die Macht konsolidierte, wurde moderne Kunst und Architektur verurteilt. Viele Künstler flohen aus ihrer Heimat, als die Kunst zu einem Werkzeug des Regimes wurde. Der Reichstag wurde privat als der teuerste Gesangsverein verspottet, weil die Mitglieder Lobeshymnen auf den Führer sangen.

Der Nazi-Propagandaminister, Josef Göbbels, definierte die neue Ordnung und sagte die Folgen voraus: „Wenn ich das Wort ‚Kultur‘ höre greife ich nach meiner Pistole.“

Das Regime war „faschistisch“, ein Wort, das im Jahr 1921 geprägt wurde. Dies verdeckte ihre Ideologie – „Nationalsozialismus“ – ein cleverer Begriff, der einigermaßen angenehm für ihre Kollegen in der Rüstung und in der Industrie war. Sie verkürzten das auf „Nazi“, um ihren Ursprung noch mehr vor der Welt zu verstecken. Wenn Wissenschaftler behaupten, dass dieses Regime extrem rechts war, dann wurden sie entweder getäuscht oder sie sind unehrlich.

Unter den Nazis waren die prominenten Persönlichkeiten sehr belesen. Goebbels prahlte mit seiner Bibliothek, die alle Werke von Edward Bernays enthielt, vor allem seine Propaganda. Er implementierte Bernays Programm mit großem Erfolg. Als dies nach dem Krieg entdeckt wurde, wurde Propaganda als P.R. neu definiert, als Public Relations. Continue reading