Die verschollene Geschichte der Antifa

von Loren Balhorn, am 8. Mai 2017

72 Jahre nach dem Triumph über den Nationalsozialismus blicken wir zurück ins Nachkriegsdeutschland, als die Sozialisten die Antifa ins Leben gerufen haben

Die Ursprünge des Wortes „Antifa“ — eine Abkürzung für dezentralisierten, militanten Straßenaktivismus, der mit seiner eigenen Ästhetik und Subkultur verbunden ist — könnte den meisten Lesern unklar sein. Sogar in Deutschland wissen nur wenige etwas über die populären Formen des antifaschistischen Widerstands, die den Begriff geprägt haben.

Das kurze aber inspirierende politische Erbe der Bewegung erwies sich als zu unkomfortabel für die beiden deutschen Staaten in der Ära des Kalten Krieges, und wurde in der Schule und der Mainstream-Geschichte ignoriert. Heute ist das Vermächtnis der Linken fast vollständig verloren gegangen. Continue reading

Die Sturmtruppen der Neuen Weltordnung – In Denver

von Baron Bodissey, am 5. März 2017

Wir haben seit mehr als 10 Jahren über europäische Antifa-Gruppen geschrieben. „Antifa“ (oder „anti-fa“) ist kurz für „Anti-Faschist“, und die Antifas sind in fast jeder europäischen Demonstration gegen „Rechte“ prominent vertreten. Wenn sich ein Politiker ausdrückt, sodass man ihn auch nur leicht nationalistisch wahrnimmt, oder wenn er über die Grenzen bei der Einwanderung spricht, dann kann er eine Antifa-Manifestation vor seinem Büro erwarten, komplett mit schwarzer Kleidung, schwarzen Masken und Kapuzen, Flaggen und Transparenten mit Logos und Slogans der Antifa und damit in Verbindung stehenden Gruppen, sie verbrennen Müllcontainer, schmeißen mit Pflastersteinen und liefern sich heftige Konfrontationen mit der Polizei. Continue reading

Offener Brief an den Piraten-BV

Warum ich meine Mitgliedschaft bei den Piraten ruhend stelle.

Sehr geehrte Herren! Lieber Roli! Lieber Harry! Lieber Marcus!

Eines gleich vorweg: Nein, ich trete nicht aus der Piratenpartei aus, ihr müsst also mit dem gegenseitigen Schulterklopfen noch etwas zuwarten. Da mein Herz aber weiterhin mit der Piratenpartei selbst sowie mit ihren Zielen verhaftet ist, habe ich mich immerhin dazu entschlossen, diese Piratenpartei mit diesen Personen (Roland ‚Desertrold‘ Schneider & Harald ‚VinPei‘ Bauer & Marcus ‚MoD‘ Hohenecker) im Bundesvorstand nicht länger finanziell zu unterstützen. Die Gründe sollten zwar für echte Piraten auf der Hand liegen, seien aber aus verständlichen Gründen hier nochmal kurz aufgeführt.

Ich möchte keine Piratenpartei finanziell unterstützen, die Personen im Vorstand hat, die Continue reading

DiEM25: Marxistische Clowns im Don Quijote Kostüm

Nachdem sich die Piratenpartei Österreichs nach 2-jähriger Vereinnahmung durch die österreichischen Kommunisten freistrampeln konnte, lauert der nächste marxistische Unterwanderungsversuch in Form von Souvlakis DiEM25-Bewegung schon wieder hinter der nächsten Ecke.

Exkurs: 2014 wurde das kommunistische Linksbündnis Europa-Anders gegründet, um Martin Ehrenhauser wieder ins Europaparlament zu verhelfen. Federführend für die Teilnahme der Piratenpartei bei diesem Bündnis waren die beiden damaligen Bundesvorstände Christopher ‚c3o‘ Clay und Lukas ‚Vilinthril‘ Klausner. Ersterer ist jetzt Propagandaoffizier im EU-Parlament unter Senficon, letzterer heißt seit kurzem statt Delegationskaiser nun Imperator der Vollmachten. Continue reading

Wir waren wo — Sesselkreis Wien Andas [sic] — 2015-04-23

Faithless, der Landesvorständer der Wiener Piratenpartei, lobte neulich seine Bündnis-Homeys mit den Worten „Auf den Bezirkstreffen von Wien Andas [sic] geht echt was weiter“. Diesem Urteil misstraute der Verfasser, denn etwas weiterzubringen ist nicht gerade eine Stärke von Gender-Klubs wie es Piratenpartei und KPÖ nun mal sind.

Borart

Kunst der Langeweile von luxperpetua


Continue reading

Wir waren wo — Landesgeneralversammlung der Wiener Piraten 2015-2

Die Landesgeneralversammlung der Wiener Piraten fand am Freitag, den 17. April 2015, statt. Abgestimmt wurde über „Bündnis mit den Kommunisten für den Wien-Wahlkampf — ja oder nein?“ Es war ein wichtiger Termin; erschienen waren daher 15 Leute.

Sprachverlust ist Realitätsverlust

Augenscheinlich ist eine Landesgeneralversammlung das Ereignis für den diskursiven Prozess zur Planung eigenständiger Sesselkreisrunden. Solche Satzgebilde aus der Mottenkiste der sozial arbeitenden Klassen gab es auf der Jamboree der Wiener Niederlassung der Piratenpartei Österreichs mehrere. Zum diskursiven Prozess gehörten Schreiduelle um die Frage, wer am Wort ist nach den Paragrafen der Landesgeschäftsordnung. Augenscheinlich gibt es für die Paragrafen mehrere Deutungen. Andere Streitfragen: „Was ist Kommunismus?“ „Sollen wir Stalin verzeihen?“ „Können wir nicht alle Freunde sein?“

Typischer Dialog:

0utput: „Ich will aber nicht in Gulag!“

Moderator: „0utput, du bist nicht am Wort. Anatol hat dem Schnucki eine Frage gestellt, die noch nicht fertig beantwortet ist, daher darf jetzt der Lucki…“

Mucki: „Meins war keine Wortmeldung, sondern eine Gegenrede, daher bin ich dran!“

Lucki: „Stimmt ja gar nicht!“

[Riesenkrach wegen „Du hast kein Recht…“]

Invasion der Sockenpuppen

Juliana „Juli“ Okropiridse, Spitzenkandidatin für das „Wien Anders“-Wahlbündnis, erschien mit ihrem Gefolge von Socks von den Jungen Linken, dem politischen Arm der Jungen Piraten Österreichs [1]. Diese Socks waren es, die dem Stalin-Klub in der Abstimmung zum Bündnis zum KPÖ-Erdrutsch verhalfen. Jetzt ist es amtlich: Hurra, die Piratenpartei Österreichs befindet sich in einer „Wahlallianz“ mit der Kommunistischen Partei Österreichs. Der Jubel war so groß, man hätte meinen können, die Totalüberwachung sei abgeschafft worden. Wie 0utput ermittelte, wusste ein gstandener Juli-Sock nicht einmal, wer die Piratenpartei Österreichs gegründet hat. Der weitere Verlauf der Veranstaltung zeigte, dass dieser Herr dafür alles über Stalin wusste.

Die Jung-Maulwürfe waren die einzigen, die zu Julis Ausführungen klatschten.

Das Trauerspiel

Vor Ort waren auch Schutti und Ohm, beide Piraten-Veteranen aus den glorreichen Anfangstagen der Partei. Beide waren damals im technischen Stab der Organisation. Funktionäre verkehrten in den erlauchtesten Kreisen des nerd chic. Die Partei hatte ganz ohne Hilfe der Massenmedien den besten Ruf im Wiener Internet-Milieu, bei Anti-Überwachungs-Kämpfern, in den Avantgarde-Zirkeln. Damals konnten Parteigänger noch programmieren.

Schutti war erschienen um gegen Julis Socks zu stimmen, und Ohm, ein Exilpirat, um ihm in dieser schweren Stunde der kommunistischen Übernahme der Partei beizustehen. Beides war vergeblich. Die alten Parteifreunde können nur bitterlich weinen beim Anblick dessen, was aus ihrem Piratenschiff geworden ist. Eine Politbüro-Bürokratie für kommunistischen Postenschacher. Eine Front-Organisation der KPÖ. Der neue Kapitän der Piraten Österreichs heißt „Stalin“.

[1] Die Website der Jungen Piraten macht transparent, was die Organisation und ihre Chefin seit 13 Monaten machen: nichts. Auf der Homepage zirpen friedlich die Grillen. 100% frei von Piraten-Themen!